Monika Ebeling zur rituellen Beschneidung

“Ich bin gegen die Beschneidung von kleinen Mädchen und kleinen Jungen. Es wäre gleichstellungspolitisch inkonsequent da einen Unterschied nach Geschlecht zu machen! Unser Grundgesetz schützt auch diese Kinder, es müsste nur angewandt werden. Mir kommt es so vor, als hätte es System, für Mädchen und Frauen etwas zu fordern, was man Jungen und Männern bewusst versagt. Der Gott an den ich glaube, wäre gegen jede Form der Beschneidung.”

Monika Ebeling, geb. 1959, Diplom Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin mit Zusatzausbildung zur systemischen Familientherapeutin. Zunächst arbeitete sie in einer christlichen therapeutischen Wohngemeinschaft für drogenabhängige junge Männer. Später leitete sie eine Mutter-Kind-Kureinrichtung und eine kommunale Kindertagesstätte. Von 2008 bis 2011 war sie Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Goslar.

Vor einem Jahr wurde Monika Ebeling aus ihrem Amt der Gleichstellungsbeauftragten entlassen. Die Begründung: Sie habe sich zu viel für Männer engagiert. Monika Ebelings Geschichte erzeugte eine riesige mediale Resonanz, weil sie einen Nerv getroffen hat, der Menschen in der ganzen Republik und darüber hinaus bewegt: Gleichstellungspolitik heute darf Männer nicht ausschließen. Frauen haben ihre Rechte errungen, nun werde es Zeit, sich vom Feinbild »Mann« der Feministinnen der ersten Stunde zu verabschieden, so Ebeling. Feminismus à la Alice Schwarzer habe ausgedient. Politik und Denkweisen müssen sich an die neuen Verhältnisse von Mann und Frau angleichen. In ihrem neuen Buch “Die Gleichberechtigungsfalle: Ich habe mich als Gleichstellungsbeauftragte für Männer eingesetzt und wurde gefeuert”  erzählt sie ihre Geschichte und übt Kritik an einem unzeitgemäßen Feminismus.

* Unsere Position zur Jungenbeschneidung HIER

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One thought on “Monika Ebeling zur rituellen Beschneidung

  1. “Wenn Glaube stärker ist als die Vernunft, sollte der Glaube beschnitten werden, denn Vernunft unterliegt der Ethik und Moral, der Glaube nur dem in sich Geglaubten, meist in Doktrin.”
    Volksdichter
    Frank Poschau

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