Angelika Stephan

Als bildende Künstlerin und Autorin bin ich von dem Facettenreichtum der menschlichen Gefühle fasziniert und mache ihn zum Thema meiner Bilder und Texte.

Ich meine, dass es die Aufgabe eines Künstlers ist, sich in seiner Arbeit auch mit gesellschaftlichen Themenbereichen auseinanderzusetzen, Missstände aufzuzeigen und
in Literatur, Kunst oder Musik zum Ausdruck zu bringen.

Auch vor dem Problem beschnittener Frauen will ich nicht die Augen verschließen, wünsche mir keine „Mauer des Schweigens“ vor diesem Tabuthema, sondern eine respektvolle Problemlösung in Anbetracht der unterschiedlichen Kulturen und Weltanschauungen.
Mit meinen Arbeiten möchte ich die Aufmerksamkeit auf die leidenden Frauen richten und ihnen so auch eine Stimme geben, Anlass sein, über diese Gewalt an Frauen nachzudenken
und, gemeinsam mit ihnen, nach Lösungsmöglichkeiten für sie zu suchen.

Daher mein Appell:

“Betrachtet die Welt mit wachem Verstand und offenen Augen
und habt ein Herz für das, was euch umgibt!“ © Angelika Stephan

Zum Werk  „Befreiung:

Es ist eine Befreiung von allem, was den Menschen in seiner freien Entfaltung behindert, Unterdrückung, Intoleranz und Gewalt. Sie schafft eine Abkehr von Traditionen oder Verhaltensmustern, die veraltet sind und eine Weiterentwicklung nicht mehr zulassen. Ist es dem Menschen möglich, sich von den Dingen zu befreien, die ihn belasten, dann kann er wieder hoffnungsvoll in die Zukunft schauen.

Zum Werk „Mauer des Schweigens“:

Eine Mauer des Schweigens entsteht schnell und oft unbemerkt bei Themen, die tabuisiert werden. Das Problem wird immer größer und bald immer schwieriger zu bewältigen, wenn nicht darüber gesprochen werden kann. Ein Austausch verschiedener Meinungen kann den gedanklichen Horizont erweitern und Lösungsmöglichkeiten aufzeigen. Daher ist es ratsam, auch über Themen zu sprechen, die unangenehm sind, bevor sie für den Menschen zur Qual werden.

Um FGM abzuschaffen und so viel unsagbares Leid zu vermeiden, muss zuerst die Mauer des Schweigens aufgebrochen werden, die dieses Thema umgibt. Ich wünsche mir, dass wir alle gemeinsam einen Beitrag dazu leisten können.

Angelika Stephan, Essen, 28.07.2012

  • Eingereichte Bilder

(Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken)

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