Chris Stermitz

Ich bin ein Kärntner Künstler und habe von meiner Kollegin Barbara Rapp von diesem tollen Projekt erfahren. Ich würde mich sehr freuen wenn ich dazu einen Beitrag, in Form eines meiner Werke, leisten könnte.

Zurzeit befinde ich mich auf Weiterbildung in Berlin im Bereich des Holzschnitts und habe darum auch diese Technik für mein Werk “Against FGM” gewählt.

Zum Werk “Eine ganze Frau”:

Leider haben nicht viele Frauen oder Mädchen die Wahl “NEIN” zu sagen.
Durch falsche Überzeugungen (seien es nun kulturelle oder ästhetische) wird ihnen ihr perfekter Körper genommen.
Die dargestellte Frau nimmt ihren Körper an wie er ist, hat den Mut sich der nach Ästhetik fordernden Klinge entgegenzustellen. Sie bleibt physisch und psychisch heil und lässt dadurch auch ihre innere Schönheit wachsen.
Ihre Aufgabe ist es den Opfern Trost und Hoffnung zu schenken und Frauen die eine Wahl haben wachzurütteln und zum nein-sagen zu ermutigen.

Zum Werk “Against FGM”:

Dieses Werk zeigt einen jungen hilflosen Mann, der von zwei muskulösen Frauen brutal gequält wird. Sie fügen ihm eine Schnittwunde nach der anderen zu. Das Blut bezeugt diese grauenvolle Tat. Wir können auch den Schriftzug „MAKE IT A TRADITION THEN IT MIGHT BE LESS BRUTAL“ lesen, zu Deutsch: „Macht eine Tradition daraus, dann ist es vielleicht nicht so brutal“.

Tradition ist die stärkste Rechtfertigung von weiblicher Genitalverstümmelung. Dieses sarkastische Werk soll mit dieser Darstellung und dem damit verbundenen Text provozieren, Menschen wachrütteln und zum Nachdenken animieren, denn eine brutale Tat, kann durch nichts gerechtfertigt werden.

Um die Aussage des Bildes noch zu unterstreichen, wurden bewusst zwei Frauen mit Messern eingesetzt, da bei den Verstümmelungsritualen meisten Frauen am Werk sind. Von einer Darstellung einer jungen Frau als Opfer wurde jedoch abgelassen, da uns die Realität diesbezüglich viel zu viele grauenhafte Bilder liefert.

Kurzvita:

Geboren am 26. August 1983 in Villach, Schulbildung in der HTL Ferlach, Ausbildungszweig Fertigungstechnik.
Studium (Volksschullehramt) an der Pädagogischen Akademie in Klagenfurt, Vertiefungsfach: Bildnerische Erziehung und Religion.
Die Kunst bietet mir die Möglichkeit mich kreativ zu betätigen und meine Visionen zu verwirklichen. Ebenso kann ich durch meine Kunstwerke Gedanken und Philosophien durch Farbe und andere Materialien verbildlichen und ihnen Leben einhauchen.
“Kunst beginnt dort wo Worte enden”

Chris Stermitz, Keutschach am See, Österreich

  • Eingereichte Bilder

(Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken)

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