Über uns

„Weibchen sind von Natur aus lustbetont, bringen die Männchen zur Kopulation und schreien während der geschlechtlichen Vereinigung.“ – (Aristoteles)

Die Komplexität der weiblichen Sexualität gibt nicht nur Rätsel auf, sondern löst auch häufig Ängste bei den Menschen aus. Frauen mit vollständiger Vulva werden bis heute in vielen Kulturen seit vielen Epochen als lüstern und treulos geschmäht.

Frauen, die sexuelles Verlangen empfinden, gelten als Huren. Und sie schüren nicht nur in Männern Ängste, sondern auch in anderen Frauen, Müttern und Großmüttern. Um diese Ängste zu bannen, wird auch heute noch in einigen Ländern die Beschneidung der weiblichen Genitalien (englisch: Female Genital Mutilation, kurz FGM) vorgenommen.

Die Unsicherheit gegenüber dem Weiblichen ist einst auch in Europa weit verbreitet gewesen. Insbesondere hat die griechische Philosophie, in der die Frauen von Natur aus für minderwertig gegenüber Männern erachtet wurden, großen Einfluss auf spätere Kulturen ausgeübt – auch auf unsere. Bösartige und brutale Angriffe gegen die weibliche Sexualität haben eine lange Blutspur durch die Jahrhunderte gezogen.

Ein Problem kann nur gelöst werden, wenn es an der Wurzel gepackt wird – so kann die Abschaffung der Beschneidung nur gelingen, wenn Ängste und Ignoranz gegenüber der weiblichen Anatomie und Sexualität zuvor abgeschafft werden.

Die Kampagne ‘With (he)art against FGM’ wurde im Dezember 2010 gestartet, mit dem Ziel auf die Problematik von FGM aufmerksam zu machen und die Menschen entsprechend zu sensibilisieren. Wir hoffen ein echtes emotionales Band aufbauen zu können und eine globale Diskussion in Online-Foren und sozialen Netzen anzuregen. Die Beseitigung dieser groben Menschenrechtsverletzung muss ganz oben auf der Agenda der Weltgemeinschaft stehen.

Wir appellieren an alle Frauen und Männer, sich gegen die Praxis der weiblichen Beschneidung auszusprechen: Gemeinsam können wir die von FGM Betroffenen unterstützen und mithelfen, diese schreckliche Tradition zurückzudrängen und in naher Zukunft zum Verschwinden zu bringen.

Wir sind gegen FGM, nicht gegen die Menschen

FGM ist bei vielen Völkern, die noch mit ihren alten Bräuchen und Traditionen leben, tief verwurzelt. Es ist daher besonders wichtig, einen sensiblen und respektvollen Umgang über kulturelle Grenzen hinweg zu pflegen. Aus diesem Grund sind wir gegen jede religiöse, ethische, geschlechtliche und gesellschaftliche Verurteilung von Bevölkerungsgruppen.

Unsere Position zur Legalisierung der Jungenbeschneidung in Deutschland können Sie HIER lesen:

Bild: ‘Eva – Verbotene Frucht’ von Oxana Mahnac

 

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